Satzung geändert: Sudetendeutsche wollen ihre Heimat nicht wiederhaben

Die Sudetendeutschen setzen ihren Verzichtskurs mit der Tschechei fort. Die Vertriebenenorganisation will sich künftig nicht weiter dafür einsetzen, die alte Heimat „wiederzugewinnen“.

Posselt zeigt sich als Verräter der Interessen der Deutschen Heimatvertriebenen

Die  Kräfte des verzichtsbereiten Zeitgeistes haben sich durchgesetzt: Die Sudetendeutschen halten nicht länger am Ziel einer „Wiedergewinnung“ ihrer Heimat fest. Nach langen Auseinandersetzungen um eine Satzungsänderung der Vertriebenenorganisation steht das nun fest. Die Abstimmung über den Passus bei der Bundesversammlung der Landsmannschaft in München sei mit einer Zustimmung von 72 Prozent eindeutig ausgefallen, teilte der Verband am Samstagabend mit.

Eigentlich war die Satzungsänderung bereits vor einem Jahr beschlossen worden. Kritiker hielten die Änderung allerdings für rechtsunwirksam und hatten mit einer Klage teilweise Erfolg. Nach Angaben der Landsmannschaft hat das Landgericht München I den damaligen Beschluss jedoch nur aus formellen Gründen gerügt, es sei um kurzfristig eingefügte Änderungen am Text gegangen.

Inhaltlich sei die neue Satzung hingegen bestätigt worden. Der Bundesvorstand der Landsmannschaft hatte daher den alten Antrag bei der Versammlung an diesem Wochenende noch einmal fristgerecht zur Abstimmung gestellt.

Die Sudetendeutschen haben ihre Wurzeln in der heutigen Tschechei. Sie waren nach dem Zweiten Weltkrieg von der tschechoslowakischen Regierung vertrieben worden. Insgesamt wurden bis 1947 etwa 2,9 Millionen Menschen ausgebürgert. Der größte Teil von ihnen siedelte sich in Hessen und Bayern an.

Der wiedergewählte Sprecher der über die ganze Welt verstreuten Volksgruppe, der CSU-Europapolitiker Bernd Posselt, hatte die Satzungsänderung mit der seit Jahren praktizierten Annäherung an Tschechien begründet: „Selbstverständlich wollen wir unseren Kurs der Öffnung und des Brückenschlags fortsetzen.“ Kritiker warfen ihm vor, die Rechte der Sudetendeutschen „preiszugeben“.

Kommentar: Posselt zeigt sich als Verräter der Interessen der Deutschen Heimatvertriebenen und sollte von diesen geächtet werden. Wer die Heimat verrät, der hat nirgends mehr eine Heimat. Seine Bestimmung ist Schande!

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9 Responses to Satzung geändert: Sudetendeutsche wollen ihre Heimat nicht wiederhaben

  1. alois aus der Familie Weissinger says:

    in der brd wird es sowieso nie etwas mit dem besatzungskonstukt.

  2. Frank Drechsel says:

    wir Heimatvertriebenen siedelten nicht sondern wurden von der Besatzungsregierung hauptsächlich auf die Länder verteilt … dass dann viel am Ort geblieben sind, wo sie sich auskannten, war ursprünglich nicht ausgesucht. Zudem hatten viele den Lastenausgleich investiert und sich damit gebunden. Unserer Familie wurden später zwei Orte zur Auswahl zur Umsiedelung angeboten, wir wählten dann Pforzheim alternativ zu Mannheim.
    Nochmals die Sudetendeutschen siedelten nicht, sie wurden nach der Vertreibung angesiedelt –

  3. Friedland says:

    Posselt als Oberverräter der völkerrechtlich nicht verzichtbaren Interessen der Sudetendeutschen (Völkermord verjährt nicht, auch nicht in hundert Jahren!!!) besitzt keine Legitimation, einen solchen Verzicht im Namen aller Sudetendeutschen auszusprechen.
    Diese Kreatur ist eine Schande für alle lebenden und ermordeten Sudetendeutschen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  4. Waffenstudent says:

    Ungarn plant Entschädigung für Tschechoslowakei-Vertriebene:

    Wie der Staatssekretär im ungarischen Justizministerium Pál Völner am vergangenen Samstag erklärte, wolle die Regierung das Thema der Entschädigung für ungarische Staatsangehörige, die nach 1945 nach dem Prinzip der sog. „Kollektivschuld“ aus dem Süden der Tschechoslowakei vertrieben wurden, erneut auf die Tagesordnung setzen.

    Völner stellte dazu fest, dass seinerzeit das kommunistische Rákosi-Regime auf jegliche Schadensersatzansprüche von ungarischen Staatsangehörigen verzichtet hätte, die gezwungen worden waren, ihre Heimat zu verlassen, die vor dem Zweiten Weltkrieg zu Ungarn gehört hatte (Oberungarn oder Oberland, ung. Felvidék). Andererseits hätte es, so Völner, „keinen Sinn, auf die Europäische Union zu warten, bis diese eine Regelung für dieses Problem schaffe“.

    Allein zwischen Mai und Oktober 1945 waren rund 170.000 Ungarn sowie ethnische Deutsche, welche für die erzwungene Teilung der Tschechoslowakei im Jahr 1938 als verantwortlich angesehen wurden, enteignet und aus dem Land vertrieben worden.

    Ungarns Parlament hat im Jahr 2012 den 12. April zum Gedenktag an die Vertriebenen aus Oberungarn erklärt.

    Quelle: http://unser-mitteleuropa.com/2016/04/10/ungarn-plant-entschadigung-fur-tschechoslowakei-vertriebene/

  5. Albrecht Kauschat says:

    Zu „Waffenstudent“: Eine kleine Korrektur, werter Herr Farbenbruder: Meines Wissens konnte das Land Rheinland-Pfalz (französische Zone) seit der Gründung der Bundesrepublik, (möglicherweise schon seit Bildung der Trizone)nicht mehr die Aufnahme von deutschen Vertriebenen verweigern. Die meisten Vertriebenen hatten da natürlich schon eine Bleibe gefunden. So wurden z.B. gezielt Ost- und Westpreußen in Rheinland-Pfalz angesiedelt, die noch 1949/50 in dänischen Lagern leben mussten, in meiner „Nachbarschaft“ im Rhein-Lahn-Kreis angesiedelt (ganze Straßenzüge/Siedlungen). — Das Jahr 1952 könnte für das Saarland gelten, das ja lange nicht zur Bundesrepublik Deutschland gehörte.

  6. Albrecht Kauschat says:

    Weder die Überschrift noch die Tendenz des Artikels sind richtig!!!
    Es wurde die Vereinszweck-Beschreibung „Wiedergewinnung der Heimat“ aus der Satzung herausgenommen.
    Darunter kann die Forderung nach staatlicher Rückgliederung an Deutschland/Österreich verstanden werden.
    4. Ich bin enttäuscht, dass Menschen, die sich für Heimatvertriebene einsetzen wollen wie hier, solche Überschriften von unwissenden Zeitungen wie Spiegel (ausgerechnet!) übernehmen. Die Aussage: „Sudetendeutsche wollen ihre Heimat nicht wieder haben“ ist eine absolute Verfälschung! Schade!
    1. Mit der Herausnahme als Vereinszweck ist nicht gesagt, dass man „Danke, nein!“ sagt, falls wider Erwartung doch einmal das Angebot der Tschechen käme. – Auch ist nicht ausgesagt, dass man dies nicht erreichen möchte. Es steht nur nicht mehr als oberster Zweck des eingetragenen Vereins in der Satzung.
    2. Es ist damit nicht ausgesagt, dass die Sudetendeutsche Landsmannschaft (SL) auf die Forderung nach Rückgabe der individuellen Eigentumsrechte verzichtet.
    3. Erst recht nicht verbietet die Landsmannschaft Bemühungen von Privatpersonen ihre Eigentumsrechte geltend zu machen (das könnte ein Verein auch gar nicht!).

  7. Albrecht Kauschat says:

    Im übrigen stand das Ziel „Wiedergewinnung der Heimat“ seit 1950 in der Satzung. 65 Jahre lang!!! Was hat das gebracht??? Jetzt soll es nicht mehr so drinnen stehen. Mit über 70 % Zustimmung der Delegierten. Was wird sich ändern??? – Ich verstehe, dass es weh tut, wenn jemand das liest, der mit Schimpf und Schande vom jahrhundertealten Hof gejagt, beraubt und entrechtet wurde. Aber dass der Satz in der Satzung stand, hat nichts gebracht – und wenn er jetzt nicht mehr drin steht, wird auch nichts schlechter. Ich weiß zwar nicht ob etwas besser wird, aber die Deutschenhasser wie Zeman haben es jetzt nicht mehr so leicht, die Tschechen gegen die Sudetendeutschen aufzuhetzen, Angst zu verbreiten!

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