VERTRIEBENEN-GEDENKSTEIN in Pfeddersheim gefährdet!

PFEDDERSHEIM – Auf dem alten Pfeddersheimer Friedhof am Cästrich steht ein Gedenkstein, der beim Vorübergehen nicht jedem gleich ins Auge fällt. Anders Prof. Dr. Gunter Tempel, gebürtiger Leiselheimer, der schon seit vielen Jahren in der Nähe von München lebt, aber häufig zu Besuch in seiner Heimat ist. Beim Gang über den heute als Park genutzten alten Friedhof nahm der Mediziner den Stein genauer in den Blick und kam zu dem Ergebnis: Den kann man so nicht stehen lassen. Denn die auf dem Findling angebrachte gusseiserne Platte zeigt eine Karte von Deutschland in den Grenzen von 1937 mit einem leicht überdimensionierten Ostpreußen, umrahmt von den Sätzen: „Deutschland ist unteilbar – vergesst den Osten nicht“.

Dies schreibt die Wormser Zeitung. Von Revanchismus ist die Rede. Die Geschichte dieses Begriffes ist deutlich von den DDR-Kommunisten geprägt. In der DDR  wurde Revanchismus als ein Kampfbegriff verwendet. Die SED nutzte diesen Begriff oftmals gegen den westdeutschen „Feind“, die Bundesregierung und Parteien. Revanchismus war klar negativ definiert, das Ziel war die Verdeutlichung wer „Die Guten“ und wer „Die Bösen“ sind. Erich Honecker selbst betonte in einem Gespräch von August 1984, die Bedeutung des Revanchismus und die Wichtigkeit ihn zu bekämpfen: „Für die SED ist der Revanchismus und die Notwendigkeit seiner Entlarvung keine Frage. Im Kampf gegen den Revanchismus hat die SED stets standhafte Positionen eingenommen.“

In genau dieser Tradition wird nun unter dem Revanchismusvorwurf gegen das Vertriebenenmal gehetzt.

In seiner heutigen Form wurde das Denkmal am 17. Juni 1986 auf Initiative der örtlichen CDU auf dem Vorplatz der örtlichen  Kirche installiert; den Findling, auf dem die Platte mit Karte und Inschrift angebracht wurde, stiftete der damalige Wormser Bürgermeister Dr. Otto Penn (SPD) heute würde er sich offenbar als Revanchist beschimpfen lassen müssen.

Im Jahr 2000 wurde das Denkmal an seinigen heutigen Standort verlegt. Zur Begründung für die Erhaltung des Denkmals wurde damals vorgetragen, dass es ein unleugbares Zeitdokument der jüngeren deutschen Geschichte sei, welches aus historischen Gründen – genau wie alte Kriegerdenkmäler – auch in Zukunft seine Berechtigung habe.

Dem setzt Dr. Tempel entgegen: „Die Erweiterung der Denkmal-Inschrift 1975 ist nicht mehr und nicht weniger als ein Statement der Christdemokraten gegen die Brandtsche Entspannungspolitik im Osten.“ – und zeigt damit, daß es sich bei seinem Anliegen um parteipolitische Erwägungen handelt.

Ortsverwaltung Pfeddersheim
Schlossstr. 48
67551 Worms
Telefon: (0 62 47) 2 46
Telefax: (0 62 47) 90 49 51
E-Mail: ov-pfeddersheim@worms.de

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One Response to VERTRIEBENEN-GEDENKSTEIN in Pfeddersheim gefährdet!

  1. Waffenstudent says:

    GUSTLOFF – STEUBEN – GOYA – CAP ARKONA ÜBER 20.000 TOTE FLÜCHTLINGE

    Gustloff (30. Januar 1945) – 10.000 Tote
    Steuben (10. Februar 1945) – 3.200 Tote
    Goya (16. April 1945) – 8.000 Tote
    Cap Arkona (3. Mai 1945 ) – 3500 Tote

    …..Anläßlich des diesbezüglich im ZDF gezeigten Filmzweiteilers zum Thema erlaube ich mir die nachfolgende Anmerkung:

    In allem was Flimmerisrael, Frequenzjerusalem und Zellstoffhaiffa bezüglich der Versenkung von Gustloff, Cap Arcona und so weiter, absondern, bleibt die Kernfrage völlig unbehandelt. Und die lautet doch, warum mußten die Deutschen ihre Alten, Frauen und Kleinkinder im Osten überhaupt evakuieren. (Alten Männer waren übrigens kaum auf den Schiffen, die kämpften nämlich fast ausnahmslos im Volkssturm.) Warum zum Beispiel mußten die Polen, Norweger, Franzosen, Holländer, Belgier, Jugoslawen, Griechen, Nordafrikaner und Italiäner ihre Zivilbevölkerung vor den deutschen Truppen nicht in Sicherheit bringen. Auch in der Sowjetunion machte man keinerlei Anstalten, um Zivilisten vor den deutschen Truppen zu verstecken. Ganz im Gegenteil, denn über eine Millionen “Ivans” unterstützen das Deutsche Reich als freiwillige Wehrmachtshelfer, die sogenannten “HIWIS”. Also warum unterschlägt unsere Besatzungsjournalje, den wahren Grund für die Flucht vor der “Roten Armee”? Schließlich waren die Russen ja bereits 1914 in Ostpreußen. Auch damals haben sie die deutsche Zivilbevölkerung nicht gerade zimperlich behandelt. Dabei lieferten sie aber keinen Grund zur deren Panik und Massenflucht wie 1944. Also fragen wir doch mal die Herren um Ilja Ehrenburg, warum die Gustloff überhaupt mit Alten, Frauen und Kleinkindern auslaufen mußte. Erst nachdem der wahre Grund für die Massenflucht aufgehellt wurde, kann man sich nämlich redlich mit dem Untergang der Gustloff beschäftigen. Vielleicht sollte man in diesem Zusammenhang auch nochmal in Erinnerung rufen, wie der KDF-Dampfer zu seinem Namen kam, und wer den deutschen “Herrn Wilhelm Gustloff” ermordete!

    Interessant bei der Betrachtung um die Gustloff ist auch, daß der Angriff nicht als Kriegsverbrechen gewertet wird, da an Bord auch Waffen und Militärs waren. (Natürlich befanden sich auch verwundete Offiziere und Ordnungskräfte auf den Schiffen, welche man mit Pistolen und Gewehren ausgestattet hatte. – Die deutsche Bahnpolizei war noch bis fast 1970 grundsätzlich mit Pistolen ausgestattet. Demzufolge wäre jede Bombadierung eines deutschen Personenzuges kein Verbrechen, sofern sich darin ein Bahnpolizist aufgehalten hätte.) Der Angriff auf die Lusitania, die nach gleichem Schema ablief, wo aber deutsche Truppen ein amerikanisches Schiff angriffen, wird hingegen als Kriegsverbrechen gehandelt und genügte den USA um Deutschland 1917 den Krieg zu erklären.

    Einst sind wir so freudig geritten,
    Hell klang unser Lied übers Feld.
    Einst haben wir Siegreich gestritten,
    Bezwungen die Heere der Welt.

    Kein Feind hat im blutigem Ringen
    Die Lorbeer’n des Sieges gepflückt,
    Wir selber zerbrachen die Klingen,
    Die herrliche Siege geschmückt.

    Nicht starben die Väter, die Brüder
    Vergebens den Heldentod,
    Haltet aus, bald lichtet sich wieder
    Das Dunkel der Schmach und der Not.

    Wir sind in die Heimat gezogen,
    Vertrauend auf ritterlich Wort,
    O Deutschland, wie bist du betrogen,
    Verraten dein Schild und dein Hort.

    Einst wird der Erdball erbeben,
    Erzittern das Menschengeschlecht,
    Wenn die Deutschen sich wieder erheben
    Zum Kampfe für Freiheit und Recht.

    Text und Musik: W. Drath ?

    GOYA:

    Versenkung der Goya am 16. April 1945. Beitrag vom 16. April 2013

    Die Goya wurde in den letzten Kriegsmonaten für die Evakuierung der deutschen Ostprovinzen eingesetzt. Nachdem das Schiff bei vier Fahrten bereits 19.785 Personen evakuiert hatte, wurde es auf seiner fünften Fahrt am 16. April 1945 durch das sowjetische U-Boot L-3 versenkt. Dabei kamen über 7.000 Menschen ums Leben. Der Untergang der Goya gilt nach der Versenkung der Wilhelm Gustloff als eine der größten Katastrophen der Seefahrt.

    Das Schiff sollte im April 1945 verwundete Soldaten und flüchtende Zivilisten aus Westpreußen evakuieren. Die genaue Anzahl der Passagiere bei dieser Fahrt ist nicht bekannt. Der verantwortliche Zahlmeister zählte allein am Fallreep über 7.000 Personen. Während der Beladung lag der Hafen der Halbinsel Hela am Ausgang der Danziger Bucht unter Dauerbeschuß. Gegen 8:30 Uhr wurde die Goya von einer Fliegerbombe im vorderen Drittel getroffen. Die Bombe riß ein Loch in das Oberdeck und zerstörte den Minen-Eigen-Schutz.

    Gegen 19:00 Uhr setzte sich der Geleitzug vor Hela in Bewegung. Er bestand aus der Goya, dem Dampfer Kronenfels und dem Hochseeschlepper Ägir. Gesichert wurden die drei Schiffe von zwei Minensuchbooten. Die Geschwindigkeit des Konvois mußte sich am langsamsten Schiff, der Kronenfels mit rund 9 kn, orientieren. Die Schiffe waren völlig abgedunkelt in Richtung Swinemünde aufgebrochen. Gegen 23:00 Uhr wurde der Konvoi angewiesen, nach Kopenhagen zu fahren. Wegen eines Maschinenschadens der Kronenfels mußte der Konvoi allerdings für etwa 20 Minuten stoppen. Unmittelbar nach Reparatur und Wiederaufnahme der Fahrt erfolgte der Angriff auf die Goya.

    Um 23:52 Uhr schoß ein sowjetisches U-Boot vier Torpedos auf die Goya ab, von denen zwei trafen. Der erste Treffer verursachte einen Bruch des Kiels im Bereich des Vorschiffs; der zweite traf mittschiffs. Die Goya, die als Frachter über keine baulichen Sicherungsmaßnahmen verfügte, wie sie für Passagierschiffe üblich waren, sank innerhalb von nur sieben Minuten in der drei Grad kalten Ostsee.

    Nachdem der Konvoi die Gefahrenzone verlassen hatte, kehrten die Begleitschiffe zurück und suchten nach Überlebenden. Es konnten jedoch nur 183 Schiffbrüchige aus dem eiskalten Wasser gerettet werden, von denen neun an Bord der Schiffe an Unterkühlung starben. Im Laufe des 17. April wurden von anderen Schiffen weitere 28 Schiffbrüchige gerettet.

    Quelle: http://morbusignorantia.wordpress.com/2 … mment-1892

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