Allenstein: Sommerschule in deutscher Sprache

Sommerferien unter dem Motto: die Welt der Erfinder und Entdecker

Im Zeitraum vom 29. Juni bis zum 4. Juli sorgte die Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit wieder dafür, dass sich die Kinder ihrer Mitglieder während der Sommerferien auf keinen Fall langweilten und bereitete spannende Freizeitveranstaltungen vor. Eine Gruppe von 15 Kindern traf sich immer um 9.00 Uhr im Sitz der Gesellschaft, dem Kopernikus-Haus.

Ziel des Projekts war vor allem den teilnehmenden Kindern auf spielerische Weise die deutsche Sprache, sowie die Geschichte unserer Region und Deutschlands beizubringen. Der von zwei Germanisten geleitete Ferienhort konzentrierte sich auf eine Thematik, die bekannte deutsche Erfinder und Entdecker, sowie ihre Erfindungen und Entdeckungen beinhalten. Außer der allgemeinen Theorie und interessanten Merkwürdigkeiten aus der wissenschaftlichen Welt lernten die Kinder, wie sie selbst verschiedene Experimente durchführen können. Die Teilnehmer sind aus allen Wolken gefallen! Sie konnten sich als richtige Wissenschaftler fühlen. Solche Experimente machten sie zum ersten Mal. Außerdem standen auf dem Programm unter anderem viele Wortschatzübungen, die den Jüngsten helfen sollten, ihre Deutschkenntnisse auf eine spielerische Art und Weise voranzubringen. Durch angewandte Bewegungsübungen, Sprachspiele, und Lernaktivitäten lernten die Teilnehmer neue Vokabeln kennen.

Frau Lena Kaźmierczak versuchte jeden Tag alle in die Welt des Schachspiels einzuweihen. Die Kinder lernten auch die deutschen Bezeichnungen für die Schachfiguren.

Die jungen Menschen konnten auch die deutsche Geschichte und Kultur besser kennenlernen. Sie hatten auch eine Möglichkeit den neuen Stadtteil zu besichtigen und viel Neues über Allensteins Geschichte zu erfahren. Während des Spaziergangs wurde ein Geschichtsquiz durchgeführt. Es ließ sich sofort bemerken, dass alle, die vorhin gut zugehört hatten, ihr Wissen bereicherten.

Außer den Aktivitäten, die darauf abzielten, Deutsch besser zu beherrschen, konnten die Kinder sich fühlen, als ob sie ins Altertum zeitversetzt wären. Der eingeladene Referent Szymon Marchlewski stellte sehr spannend dar, wie sich die damaligen Bewohner des Ermlands die Ordnung ihrer Welt, die für sie oft unverständlichen Prozesse in der Natur und außerirdischen Phänomene zu erklären versuchten. Während des Lehmworkshops entdeckten die Kinder den neuen Werkstoff und konnten ihn verarbeiten. Diese Bastelarbeit bereitete den Teilnehmenden die größte Freude. Die Ergebnisse waren großartig! Als das Lehmgeschirr präsentiert wurde, begeisterten sich Kinder genauso wie ihre Eltern für die wunderbaren selbstgemachten Elemente.

An den Experimenten hatten die Kinder große Freude.

Das Projekt, bei dem die Schulkinder ihre Interessen entwickeln konnten, wurde dank einer Initiative der Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit und mit finanzieller Unterstützung der AGMO e. V. der Gesellschaft zur Unterstützung der Deutschen in Schlesien, Ostbrandenburg, Pommern, Ost- und Westpreußen,  des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, des Ministeriums für Verwaltung und Digitalisierung und des Generalskonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Danzig durchgeführt.

Für das nächste gut gelaufene Projekt sagen wir Ihnen ein großes Dankeschön!

AGMO

"Allenstein: Sommerschule in deutscher Sprache", 5 out of 5 based on 2 ratings.
Tagged , . Bookmark the permalink.

2 Responses to Allenstein: Sommerschule in deutscher Sprache

  1. Waffenstudent says:

    Wegen fehlender Karten, der folgende Beitrag:

    http://www.welt.de/lesestueck/2015/vertriebene/

  2. Waffenstudent says:

    Ein DREIJÄHRIGER WURDE ERSÄUFT:

    Großtante Hiltrud wehrte sich gegen die Polonisierung. Ausreisen durfte sie trotzdem nicht. Sie schlug sich als Hilfskraft auf einem Gehöft im Dorf Ribben durch, das inzwischen in Rybno umbenannt worden war. Ihrem 1944 geborenen Sohn Gerhard brachte sie seine Muttersprache bei. Es kostete sein Leben: Er wurde 1947 im Dorfteich ertränkt, „von polnischen Neusiedlern. Sie wollten nicht, dass unsere Kinder Deutsch sprechen.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.