Offener Brief der LO-Landesgruppe NRW an den Bund der Vertriebenen

Sehr geehrter Herr Dr. Fabritius,

anlässlich Ihrer Begrüßungsrede beim Jahresempfang des BdV haben Sie u.a. ausgeführt, es sei wichtig, „dass die gesellschaftliche Anerkennung von Vertreibungsschicksalen nun auch regelmäßig in einem Gedenktag Ausdruck finden wird, den wir am 20. Juni (2015) zum ersten Mal begehen werden.“ Durch diesen Gedenktag werde die „öffentliche und politische Wahrnehmung der Themen Flucht und Vertreibung“ gestärkt, „das Leid durch den Verlust von Heimat und von Angehörigen in Erinnerung“ gerufen und gewürdigt, „was Vertriebene für den Wiederaufbau Deutschlands in den Nachkriegsjahren geleistet haben.“

Wir, die Landesgruppe Nordrhein-Westfalen der Landsmannschaft Ostpreußen (LO NRW), teilen diese Einschätzung nicht. Dass am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag, auch der deutschen Vertriebenen gedacht werden soll, stellt für die LO NRW keinen Grund zur Freude dar, sondern – wie es die Ost- und Mitteldeutsche Vereinigung (OMV) der CDU-NRW am 1. September 2014 in einer Pressemitteilung formuliert hat – eine Enttäuschung. Die deutschen Opfer werden den internationalen Flüchtlingen, derer bisher schon am Weltflüchtlingstag gedacht wurde, hinzugefügt – gewissermaßen als Draufgabe.

Der zugrunde liegende Beschluss der Bundesregierung vom 27. August 2014 fällt gegenüber den Beschlüssen der Bundesländer Bayern, Sachsen und Hessen zurück, die seit 2014 jeden zweiten Sonntag im September als eigenen Gedenktag für die deutschen Opfer von Flucht und Vertreibung begehen. Dem Anlass angemessener wäre es nach Ansicht der OMV NRW gewesen, einen nationalen Gedenktag nach diesem Länder-Vorbild einzurichten, bei dem die eigene deutsche Geschichte im Vordergrund steht. Auch nach Meinung der LO NRW kann der Weltflüchtlingstag kein vollwertiger nationaler Gedenktag sein; für ein würdiges nationales Gedenken an die deutschen Opfer genügt der 20. Juni nicht.

Jedenfalls stellt die Entscheidung gegen einen „eigenen“ Gedenktag für die deutschen Heimatvertriebenen, Vertriebenen, Flüchtlinge und Spätaussiedler nach unserer Ansicht eine Geringschätzung des Leides und der Aufbauleistung der Vertriebenen dar. Die LO NRW beabsichtigt deshalb nicht, ihn durch ihre Teilnahme an Veranstaltungen oder gar durch eigene Aktionen aufzuwerten. Auch und gerade in der jetzigen Zeit sollten die Vertriebenen, um mit Gernot Facius zu sprechen (Junge Freiheit, Nr. 22/15 vom 22. Mai 2015), nicht zu leise sein und vor allem: sie sollten an ihren Kernanliegen festhalten.

Mit freundlichen Grüßen
im Auftrag des Vorstandes der Landesgruppe NRW
Jürgen Zauner, Landesgruppenvorsitzender

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4 Responses to Offener Brief der LO-Landesgruppe NRW an den Bund der Vertriebenen

  1. Waffenstudent says:

    VERLOGENER GEHT ES NIMMER:

    PROLOG:

    Verlogener geht es wirklich nicht mehr; denn auf einmal mißbraucht die BRDDR den vollen Umfang von 14 Millionen deutschen Vertrieben, samt ihrem beispielhaften Schicksal, um die Deutschen moralisch sturmreif zu schießen. Diesmal geht es nicht um Verzicht sondern die erneute Heimsuchung eines bevorstehenden Mongolensturmes. Allerdings kommen jetzt keine Hunnen aus dem nahen Rußland, sondern Neger aus dem fernen Afrika.

    PREUßISCHE ALLGEMEINE:

    Wie ein Schritt ins Licht
    Verbindung des Gedenkens schafft Verständnis für die deutschen Vertriebenen
    24.06.15
    Schlaglicht auf das Gestern und Heute: Bundespräsident Joachim Gauck auf dem Vertriebenengedenktag Bild: pa
    Trotz seiner Internationalisierung sind die deutschen Schicksale am Vertriebenengedenktag in aller Form gewürdigt worden.

    Erstmals wurde am vergangenen Wochenende der bundesweite Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung begangen. Damit ist ein langgehegter Wunsch der deutschen Vertriebenen in Erfüllung gegangen. Die Lösung, ihnen kein eigenständiges, sondern nur ein an den Weltflüchtlingstag gekoppeltes Gedenken zuzugestehen, kann nicht voll befriedigen. Andererseits hat ihr Schicksal dadurch, dass es in Zusammenhang mit dem von Millionen „Migranten“ unserer Tage in Zusammenhang gebracht wird, in größerem Maße öffentliche Aufmerksamkeit bekommen, als es bei einem eigenen Gedenktag womöglich der Fall gewesen wäre. Nun werden auch die deutschen Vertriebenen endlich als Opfer anerkannt und nicht länger als Angehörige des „Tätervolkes“ angesehen, die selbst schuld an ihrem Schicksal haben.
    Kein Geringerer als Bundespräsident Joachim Gauck hat bei der zentralen Gedenkveranstaltung in Berlin daran erinnert. Mit begrüßenswerter Klarheit benennt er den „Albtraum“ der Entrechtung und des Heimatverlusts für 14 Millionen Menschen, spricht von Verfolgung und Tod, aber auch von einer großartigen Integrations- und Aufbauleistung. Er räumt Scham darüber ein, lange nicht erkannt zu haben, dass die Ostdeutschen für den Krieg „so unendlich mehr bezahlt“ haben als „vermeintlich zwangsläufige Strafe für die Verbrechen der Deutschen“. Gauck wäre nicht Gauck, würde er uns nicht eben diese an der einen oder anderen Stelle vorhalten, aber immerhin mit einer für ihn ungewohnten Zurückhaltung. Auch ein kleiner Seitenhieb auf die Landsmannschaften und Vertriebenenfunktionäre darf nicht fehlen, hätten diese doch „über lange Jahre Ansprüche verteidigt und Illusionen geschürt“ und durch ihre Rhetorik die Heimatliebe diskreditiert. Aber diese Worte mögen getrost hinter denen, die bedeutungsvoller sind, verblassen.
    Vollkommen vertut sich das Staatsoberhaupt allerdings, wenn es davon spricht, die „Schicksale von damals und die Schicksale von heute“ gehörten „auf eine ganz existenzielle Weise zusammen“. Unverhohlen sagt Gauck, worum es ihm eigentlich geht: „Ich wünschte, die Erinnerung an die geflüchteten und vertriebenen Menschen von damals könnte unser Verständnis für geflüchtete und vertriebene Menschen von heute vertiefen.“ Nämlich um uns zu mahnen, noch mehr Zuwanderer aufzunehmen. Denn: „Vor 70 Jahren hat ein armes und zerstörtes Deutschland Millionen Flüchtlinge zu integrieren vermocht. … Warum sollte ein wirtschaftlich erfolgreiches und politisch stabiles Deutschland nicht fähig sein, in gegenwärtigen Herausforderungen die Chance von morgen zu erkennen?“ Der Vergleich von Deutschen, die aus Deutschland nach Deutschland vertrieben wurden, mit Immigranten, von denen, wie Gauck selbst zugibt, ein großer Teil gar keine Asylgründe hat, ist Geschichtsklitterung. Man erkennt die Absicht und ist verstimmt. Jan Heitmann

    Quelle: http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/wie-ein-schritt-ins-licht.html

  2. alois weissinger says:

    von einen Pfaffen ist nicht viel zu erwarten,nur das er dass eigene Volk aufs Kreuz nagelt.

    lg
    alois

  3. Waffenstudent says:

    ES GEHT AUCH GANZ OHNE POLEN UND TSCHECHEN:

    Vertriebenenstiftung: Polnische Wissenschaftler stellen Arbeit aus Protest ein

    Von Klaus Wiegrefe

    Top-Wissenschaftler beenden aus Protest ihre Mitarbeit in der Berliner Vertriebenenstiftung. Offiziell aus Ärger über den neuen Direktor – doch der Konflikt geht tiefer. In den Gremien sitzen keine Vertreter Polens und Tschechiens mehr.

    Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/vertriebenenstiftung-polnische-wissenschaftler-stellen-arbeit-ein-a-1041419.html

  4. Waffenstudent says:

    Der 17. Juni 1953 – Bis 1990 war dieser Tag auch der Nationalfeiertag in der BRD – Mindestens 125 wurden erschossen!

    Und Heute, heute will unsere Nomenklatura davon nichts, aber auch gar nichts wissen! Gut, damals wollte das Volk noch mitbestimmen. Und so etwas das geht in der EU schon mal gar nicht:

    Politische und wirtschaftliche Probleme der SED haben dazu geführt, dass diese Partei nicht mehr so angesehen war. Sie musste deshalb Fehler zugeben und gleichzeitig Gründe dafür finden, trotzdem weiter im Amt zu bleiben. Am 17. Juni 1953 (nach dem Tod Stalins) kam es dann in der DDR zu einer Arbeiterrebellion, die zu einem Volksaufstand gegen das SED-Regime wurde. Dieser Volksaufstand wurde gewaltsam niedergeschlagen (inkl. Kriegsrecht).

    Quellen:

    http://www.17juni53.de/material/bpb/bedok009.html

    https://17juni1953.wordpress.com/17-juni-1953/

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