Polens Oppositionsführer: "Die deutsche Minderheit hat zu viele Rechte"

Polens Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski droht im Falle eines Wahlsieges seiner Partei mit neuen Regeln für die Deutschen im Land.

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Jaroslaw Kaczynski macht gegen die deutsche Minderheit mobil.  Am Wochenende trat der Oppositionsführer vor großem Publikum in der Universität in Oppeln auf. Er kündigte an, wenn seine Partei an die Macht komme, werde sie folgende Regel anwenden: „Die Deutschen in Polen bekommen so viele Rechte wie die Polen in Deutschland. Die Asymmetrie wird abgeschafft.“

Kaczynski forderte, die Befreiung der nationalen Minderheiten von der Fünfprozenthürde in den polnischen Parlamentswahlen aufzuheben. Da die Deutschen es als einzige Minderheit auf diese Weise geschafft hätten, ins Parlament zu kommen, und derzeit nur mit einem Mandat vertreten seien, sei diese Regel überflüssig.

„Warschau liegt vor Berlin auf dem Bauch“

Gegen die Regelung, dass Gemeinden mit einem Minderheitenanteil von 20 Prozent zweisprachige Ortsschilder aufstellen können, hatte er nichts einzuwenden. Doch die „idealistische“ Politik der polnischen Regierungen, den Minderheiten im eigenen Land Rechte zuzugestehen, ohne etwas für die Polen in anderen Ländern zu fordern, müsse ein Ende haben.

Die Warschauer Regierung liege vor Berlin nicht mehr „auf den Knien, sondern auf dem Bauch“. Ein Abgeordneter aus Oberschlesien sekundierte seinem Parteivorsitzenden, die deutsche Minderheit und die oberschlesische Autonomiebewegung inszenierten „ständige Zwischenfälle und Provokationen“, welche den Bürgern in der Region „ein ruhiges Leben unmöglich machen“.

Der Auftritt Kaczynski kommt in einer Zeit, in der die Region Oberschlesien ihre Identität neu definiert und zugleich unter Abwanderung leidet. Hier wohnen die meisten Deutschen. Allerdings bekennen sich nach der Volkszählung 2011 nur noch 126.000 Bürger Polens zur deutschen Volkszugehörigkeit, während 817.000 sich als Oberschlesier definieren.

Darin kommt ein Regionalbewusstsein zum Ausdruck, das auch zu Forderungen nach mehr Autonomie geführt hat. Etwa eine Million Menschen, großenteils Deutschstämmige, sind in den vergangenen 40 Jahren ausgewandert, vor allem nach Deutschland. Die Zahl der Arbeitsmigranten ist weiterhin hoch, bis 2035 droht die Bevölkerung in der Region Oppeln um weitere zwölf Prozent zu schrumpfen.

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5 Responses to Polens Oppositionsführer: "Die deutsche Minderheit hat zu viele Rechte"

  1. Waffenstudent says:

    Hat der immer noch nicht begriffen, daß er auf geklautem Land agiert?

  2. Pingback: Polens Oppositionsführer: “Die deutsche Minderheit hat zu viele Rechte” – Vertrieben-aktuell | Grüsst mir die Sonne…

  3. Waffenstudent says:

    Polen gedenkt der Britischen Bombenterrorpiloten:

    Schuldkult total: Gedenktafel für alliierte Bomberpiloten auf Usedom

    Montag, Juli 6, 2015 Allgemein, Geschichte

    Im August 1943 bombardierten die Briten erstmals die Insel Usedom. Dabei kamen 2000 Menschen, größtenteils Zivilisten, ums Leben. Da es sich nur um Deutsche handelte, hält sich die offizielle Trauer im BRD-System in Grenzen.

    Die Sache wäre schon längst abgehakt und vergessen, wenn es nicht auch zu wirklich traurigen Verlusten gekommen wäre. Es wurden nämlich 41 Bomber abgeschossen, wobei 246 „Befreier“ getötet wurden. Jawohl, Befreier. Der Vorsitzende des „Deutsch-Polnischen Kulturforums“, Günther Jikeli (SPD), wörtlich: “Ich sehe keinen Grund, nicht an die Opfer unter den britischen Piloten zu denken. Die Angreifer waren damals die Feinde von Deutschland, aber aus heutiger Sicht unsere Befreier. Wir sollten auf der Insel gemeinsam der NS-Opfer gedenken. Nazis waren für mich allerdings keine Opfer“. (Quelle: Ostseezeitung 1.7.2015).

    Jetzt ist man auf der Suche nach einem „würdigen Platz“ für eine Gedenktafel für Männer, die Tod und Vernichtung über Tausende Deutsche brachten. Darauf wird wahrscheinlich stehen: „In tiefer Dankbarkeit. Ihr hättet ruhig noch mehr Deutsche, sprich Nazis, umbringen können!“ Daß irgendwo in Großbritannien eine Gedenktafel für deutsche Bomberpiloten, etwa in Coventry, zu finden ist, darf bezweifelt werden.

    Dort errichtet man Bomber Harris Denkmäler. Gewisse Formen der politischen Gehirnerweichung finden sich eben nur in der BRD.

    Quelle: http://freies-pommern.de/?p=5529

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