Schlesier suchen auf Deutschlandtreffen neuen Kurs

Image635703394570368528Mit einer Trachtenvorführung und einem Gottesdienst hat das Deutschlandtreffen der Landsmannschaft Schlesien am Freitag in Hannover begonnen. Zu dem Vertriebenentreffen unter dem Motto „Gemeinsam für Schlesien“ werden rund 5000 Menschen erwartet. 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und nach der Vertreibung steht das Treffen im Zeichen eines Generations- und Kurswechsels.

Dem neuen Bundesvorsitzenden Stephan Rauhut (40) ist vor allem an einem Ausbau der grenzüberschreitenden Aktivitäten mit Polen gelegen. Neben der Traditionspflege geht es ihm um einen zukunftsgewandten Kurs für den Verband, der deutschlandweit knapp 200 000 Mitglieder hat.

In zurückliegenden Jahren hatte es bei dem Vertriebenenverband immer wieder Ärger wegen angeblich antipolnischer Töne gegeben, für die vor allem Rauhuts Vorgänger, Rudi Pawelka, verantwortlich war. Seine Forderung nach einer Entschuldigung Polens und Tschechiens für die Vertreibung hatte 2013 zum Eklat geführt. Pawelka wurde abgewählt und der Weg geebnet für einen Kurs, bei dem die inzwischen betagte Erlebnisgeneration der Vertreibung nicht mehr an erster Stelle steht.  Es stellt sich jedoch die Frage, warum die Forderung nach einer Entschuldigung für ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit verwerflich ist. Wir sind gespannt, wie Stephan Rauhut sich positioniert!

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