Das Schicksal der deutschen Vertriebenen nicht vergessen

Schlesischer Pfarrer zum Gedenktag

Image635700701341982436Wetzlar (idea) – Erstmals wird am 20. Juni in Deutschland der „Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung“ begangen. Dabei soll nach dem Willen der Bundesregierung besonders die Bedeutung jener Vertreibungen gewürdigt werden, die 15 Millionen Deutsche nach 1945 hinnehmen mussten. Sie mussten ihre Heimat in Schlesien, Ostpreußen, Pommern, dem Baltikum und anderen ehemals deutschen Siedlungsgebieten verlassen. Der Vorsitzende der Gemeinschaft evangelischer Schlesier (Hilfskomitee), Pfarrer Christian-Erdmann Schott (links im Bild), begrüßt, dass dieses Leiden jetzt mit einem jährlichen Gedenktag anerkannt werde. Die deutschen Vertriebenen seien mit anderen Opfern des Zweiten Weltkrieges, etwa Juden, Polen und Sinti, nicht gleichgestellt worden, obwohl die meisten keine Nazi-Täter, sondern Frauen und Kinder gewesen seien. Die Vertriebenen seien „wie Dahergelaufene behandelt, als die Generation der Täter, als Revanchisten und Revisionisten beschimpft, als Opfer zweiter Klasse eingestuft, ins Abseits abgedrängt“ worden, schreibt Schott im evangelischen Wochenmagazin ideaSpektrum (Wetzlar).

Auch viel Gutes erlebt

Die noch lebenden Zeitzeugen, die damals Kinder waren, hätten aber auch viel Gutes erlebt – wie sie „auf der Flucht behütet und von starken Müttern bewahrt, im Land freundlich, ja herzlich aufgenommen wurden, Schulen besuchen, studieren oder eine Ausbildung machen konnten und dann Arbeit gefunden haben“. Schott: „Insgesamt ist uns ganz viel Hilfe, Wohlwollen, Gutes geschenkt worden.“ Aber es mache auch traurig zu sehen, dass die leidvolle Seite von Flucht und Vertreibung so schnell vergessen werde.

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2 Responses to Das Schicksal der deutschen Vertriebenen nicht vergessen

  1. Waffenstudent says:

    Heute vor 62 Jahren

    SCHON VERGESSEN WERTE ANGI?

    Klar, deutsche Opfer sind einfach nicht mehr erlaubt!

    Irgendwann, wird erzählt, daß die Stasi sich an Negern verging!

    https://de.wikipedia.org/wiki/Aufstand_des_17._Juni

  2. Waffenstudent says:

    PROLOG:

    Verlogener geht es wirklich nicht mehr; denn auf einmal mißbraucht die BRDDR den vollen Umfang von 14 Millionen deutschen Vertrieben, samt ihrem beispielhaften Schicksal, um die Deutschen moralisch sturmreif zu schießen. Diesmal geht es nicht um Verzicht sondern die erneute Heimsuchung eines bevorstehenden Mongolensturmes. Allerdings kommen jetzt keine Hunnen aus dem nahen Rußland, sondern Neger aus dem fernen Afrika.

    PREUßISCHE ALLGEMEINE:

    Wie ein Schritt ins Licht
    Verbindung des Gedenkens schafft Verständnis für die deutschen Vertriebenen
    24.06.15
    Schlaglicht auf das Gestern und Heute: Bundespräsident Joachim Gauck auf dem Vertriebenengedenktag Bild: pa
    Trotz seiner Internationalisierung sind die deutschen Schicksale am Vertriebenengedenktag in aller Form gewürdigt worden.

    Erstmals wurde am vergangenen Wochenende der bundesweite Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung begangen. Damit ist ein langgehegter Wunsch der deutschen Vertriebenen in Erfüllung gegangen. Die Lösung, ihnen kein eigenständiges, sondern nur ein an den Weltflüchtlingstag gekoppeltes Gedenken zuzugestehen, kann nicht voll befriedigen. Andererseits hat ihr Schicksal dadurch, dass es in Zusammenhang mit dem von Millionen „Migranten“ unserer Tage in Zusammenhang gebracht wird, in größerem Maße öffentliche Aufmerksamkeit bekommen, als es bei einem eigenen Gedenktag womöglich der Fall gewesen wäre. Nun werden auch die deutschen Vertriebenen endlich als Opfer anerkannt und nicht länger als Angehörige des „Tätervolkes“ angesehen, die selbst schuld an ihrem Schicksal haben.
    Kein Geringerer als Bundespräsident Joachim Gauck hat bei der zentralen Gedenkveranstaltung in Berlin daran erinnert. Mit begrüßenswerter Klarheit benennt er den „Albtraum“ der Entrechtung und des Heimatverlusts für 14 Millionen Menschen, spricht von Verfolgung und Tod, aber auch von einer großartigen Integrations- und Aufbauleistung. Er räumt Scham darüber ein, lange nicht erkannt zu haben, dass die Ostdeutschen für den Krieg „so unendlich mehr bezahlt“ haben als „vermeintlich zwangsläufige Strafe für die Verbrechen der Deutschen“. Gauck wäre nicht Gauck, würde er uns nicht eben diese an der einen oder anderen Stelle vorhalten, aber immerhin mit einer für ihn ungewohnten Zurückhaltung. Auch ein kleiner Seitenhieb auf die Landsmannschaften und Vertriebenenfunktionäre darf nicht fehlen, hätten diese doch „über lange Jahre Ansprüche verteidigt und Illusionen geschürt“ und durch ihre Rhetorik die Heimatliebe diskreditiert. Aber diese Worte mögen getrost hinter denen, die bedeutungsvoller sind, verblassen.
    Vollkommen vertut sich das Staatsoberhaupt allerdings, wenn es davon spricht, die „Schicksale von damals und die Schicksale von heute“ gehörten „auf eine ganz existenzielle Weise zusammen“. Unverhohlen sagt Gauck, worum es ihm eigentlich geht: „Ich wünschte, die Erinnerung an die geflüchteten und vertriebenen Menschen von damals könnte unser Verständnis für geflüchtete und vertriebene Menschen von heute vertiefen.“ Nämlich um uns zu mahnen, noch mehr Zuwanderer aufzunehmen. Denn: „Vor 70 Jahren hat ein armes und zerstörtes Deutschland Millionen Flüchtlinge zu integrieren vermocht. … Warum sollte ein wirtschaftlich erfolgreiches und politisch stabiles Deutschland nicht fähig sein, in gegenwärtigen Herausforderungen die Chance von morgen zu erkennen?“ Der Vergleich von Deutschen, die aus Deutschland nach Deutschland vertrieben wurden, mit Immigranten, von denen, wie Gauck selbst zugibt, ein großer Teil gar keine Asylgründe hat, ist Geschichtsklitterung. Man erkennt die Absicht und ist verstimmt. Jan Heitmann

    Quelle: http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/wie-ein-schritt-ins-licht.html

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