LO-Vorstandsmitglied Hans-Joerg Froese überreicht Buch an Gauck

Bundespräsident Joachim Gauck hat Hans-Jörg Froese, Mitglied des Bundesvorstandes der Landsmannschaft Ostpreußen (LO) und Präsident der Prussia, Gesellschaft für Geschichte und Landeskunde Ost- und Westpreußens e.V., im Schloss Bellevue empfangen. Dabei hat Froese dem Staatsoberhaupt ein Buch über die Kurische Nehrung überreicht.
Der von der Prussia-Gesellschaft herausgegebene Band mit dem Titel „Die Kurische Nehrung – Melancholie einer Landschaft“ präsentiert eine Auswahl von Bildern der Potsdamer Fotografin Monika Schulz-Fieguth, die mit literarischen Texten verknüpft sind, deren Verfasser einen Bezug zu dieser besonderen Landschaft haben, unter ihnen auch einige litauische Dichter. Als Landschaft hat die Kurische Nehrung jahrhundertelang zu Preußen gehört. Die ursprüngliche Welt mit Dünenlandschaften, Fischerfamilien, Keitelkähnen und Holzhäusern lebt nicht nur in der Erinnerung, sondern sie lässt sich auch heute noch mit dem Auge der Künstlerin fotografisch einfangen. Bilder und Texte vermitteln einen Eindruck von der Schwermut einer überwältigenden Landschaft und der Vergänglichkeit einer versunkenen Kultur, erzählen aber auch von der Einsamkeit und Hinfälligkeit des menschlichen Daseins.
Anlass für die Buchübergabe war ein „Literarischer Abend“ zu Ehren des vor 50 Jahren verstorbenen Dichters Johannes Bobrowski im Amtssitz des Bundespräsidenten. Bobrowski, im Jahre 1917 in Tilsit geboren, lebte ab 1949 in Ost-Berlin. Im Jahre 1961 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband mit dem Titel „Sarmatische Zeit“. Dieses und auch seine folgenden Bücher erschienen sowohl in der DDR wie der Bundesrepublik. Bobrowski stand in Kontakt zur Westberliner Literaturszene und zur Gruppe 47. Seine Texte, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, wurden in über 35 Sprachen übersetzt.

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