Opfer der Oberschlesischen Tragödie würdevoll geehrt

Image635265081008027740Würdevolle Gedenkveranstaltung in Lamsdorf. Am 26.01.2014 ehrte man die Opfer der Oberschlesischen Tragödie in der Woiwodschaft Oppeln. Außer den Deutschen aus der Oppelner Region freute die Anwesenheit der Verwaltung der Woiwodschaft, der Verwaltung von Lamsdorf, der Selbstverwaltung, der Vertreter der DMi aus der Woiwodschaft Schlesien sowie des Vereins der Liebhaber von Lwów und der früheren polnischen Süd–Östlichen Gebiete.

In diesem Jahr, zum erstem mal in der Geschichte hatten die Gedenkfeierlichkeiten den Charakter einer offiziellen Veranstaltung unter der Schirmherrschaft der Woiwodschaft Oppeln. Dies ist ein Ergebnis der Resolution, welche durch den Sejmik der WO im letzten Jahr angenommen wurde. In der Resolution ehrte man die Opfer der Roten Armee im Winter 1945 sowie die Personen, die in den Nachkriegslagern des kommunistischen Regimes (für die deutsche Bevölkerung) ums Leben gekommen sind.

In ihrer Rede sprach Vorstandsmitglied der Woiwodschaft Barbara Kamińska über das Lager in Lamsdorf. Im Lager, das eines der schlimmsten von allen Nachkriegslagern für Deutsche war, hat man nur in einem Jahr 5000 Personen inhaftiert, von denen 1500 ums Leben gekommen sind. Barbara Kamińska hat unterstrichen, dass es die deutsche Minderheit und das Museum in Lamsdorf waren, welche die Opfer angemessen, das heißt mit einem Denkmal, mit Gedenktafeln und einem Kreuz geehrt haben.

Die Vorsitzende des Vereins der Liebhaber von Lwów und der früheren polnischen Süd–Östlichen Gebiete Irena Kalita dankte hingegen den Ratsmitgliedern der deutschen Minderheit im Sejmik. Dank ihren Stimmen wurden die Opfer des Völkermordes in den östlichen Gebieten Polens mit einem offiziellen Tag – dem 11.07 geehrt.

Am Ende der Veranstaltung hat der Vorsitzende des VdG Bernard Gaida unterstrichen, dass für die Opfer des Nachkriegsterrors in Schlesien die deutsche und die schlesische Identität eine Einheit waren. Um die Schrecklichkeiten wiederzugeben, welche die Schlesier, Ostpreußen oder Pommern nur deswegen, dass sie Deutsche waren erlitten haben, zitierte er den sowjetischen Schriftsteller Ilya Ehrenburg: Die Deutschen werden die Stunde verfluchen, da sie unseren Boden betraten. Die deutschen Frauen werden die Stunde verfluchen, in der sie ihre Söhne — Wüteriche — geboren haben. Wir werden nicht schänden. Wir werden nicht verfluchen. Wir werden nicht hören. Wir werden totschlage.

Die Teilnehmer der Veranstaltung hatten auch die Möglichkeit die neue Ausstellung über das Lager in Lamsdorf zu besichtigen.

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