Königsberg: Polizei beschlagnahmt fünf Tonnen Bernstein

In einem
Keller in Königsberg haben Einsatzkräfte einen rekordverdächtiger Fund gemacht:
Mehr als fünf Tonnen Bernstein in Säcken entdeckten Polizisten hinter einer
Wand. Experten schätzen den Wert auf eine Milliarde Rubel, über 22 Millionen
Euro.

In einem Keller in Königsberg haben Polizisten 227 Säcke mit teilweise sehr seltenen Rohbernsteinen gefunden. Auf einem Video des Innenministeriums ist zu sehen, wie die vermummten Einsatzkräfte mit einem Hammer eine Wand einschlagen. In dem Versteck dahinter entdecken sie insgesamt fünf Tonnen Steine, darunter einige extrem große Brocken von bis zu eineinhalb Kilogramm, die mindestens 70.000 Euro wert sind.

Der Wert des Fundes wird auf eine Milliarde Rubel geschätzt – etwa 22,2 Millionen Euro. Nach dem ehemaligen Eigentümer der Werkstatt wird international wegen Betrugsverdachts und Steuerhinterziehung gefahndet. Von ihm fehlt bisher jede Spur.

Das Versteck lag im Keller eines Hauses in dem Küstenort Palmnicken, heute von den Russen Jantarny genannt, was übersetzt Bernstein heißt. Königsberg mit seiner Bernsteinküste ist weltberühmt für das dort abgebaute fossile Harz, das in der Schmuckindustrie verarbeitet wird.

Im Königsberger Gebiet  findet man laut russischen Angaben etwa 90 Prozent der weltweiten Bernsteinvorräte. Die örtlichen Behörden sind bemüht, diesen Reichtum in Zukunft besser zu vermarkten. Gouverneur Nikolai Zukanow will eine neue Filiale des Bernsteinmuseums in der ehemaligen Königsberger Manufaktur eröffnen. Hier soll unter anderem das berühmte Bernsteinzimmer des Preußenkönigs Friedrich I. nachgebaut werden. Außerdem soll es ein „Bernsteinzimmer des 21. Jahrhunderts“ geben. Im Sommer 2014 ist eine internationale Ausstellung geplant.

 

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