Volkstrauertag

VolkstrauerAm Volkstrauertag geden­ken wir der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Das schließt auch die deutschen Opfer von Flucht und Vertrei­bung ein. Allerdings wird man vergeblich darauf warten, dass sie in den Gedenkreden aus­drücklich erwähnt werden. Denn es gilt heute als nicht po­litisch korrekt, die deutschen Opfergruppen zu benennen. Zudem, so die allgemeine Les­art, habe lediglich das Pendel des Krieges zurückgeschlagen und diejenigen getroffen, die zuvor Verderben über die Welt gebracht hätten. Gerade der Volkstrauertag bietet aber Anlass, an die über zwei Millionen Menschen zu erinnern, die ihr Leben im Zuge von Flucht und Vertreibung verloren – die mei­sten zu einem Zeitpunkt, als die Waffen längst schwiegen.

Es gehört zur historischen Wahrheit, dass Flucht und Ver­treibung eben keine unaus­weichliche Folge des Zweiten Weltkrieges waren. Mit der be­dingungslosen Kapitulation, der faktischen Auflösung der deut­schen Staatsgewalt und der Be­setzung des Reichsgebietes hatten die Alliierten ihr Kriegs­ziel erreicht. Für eine Zerstücke­lung des Reiches und die Ver­treibung der Bewohner der ab­getrennten Gebiete gab es weder eine militärische noch eine politische Notwendigkeit. Dennoch beschlossen die Sieger, „reinen Tisch zu machen“, wie Churchill es ausdrückte, da die Vertreibung „das befriedigend­ste und dauerhafteste Mittel, Frieden zu stiften“ sei. Heute nennt man so etwas „ethnische Säuberung“. Dieses Verbrechen wird in vielen Volkstrauertags-reden angeprangert werden -selbstverständlich nur auf an­dere Opfergruppen bezogen und nicht auf die 13 Millionen vertriebenen Deutschen.

Quelle: PAZ

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