20 Jahre Königsberghilfe

Es gibt sie nun seit 20 Jahren, die Königsberghilfe der Caritas.

Wir gratulieren und fragen wie damals alles angefangen hat!

20 Jahre Königsberghilfe *** 20 Jahre Königsberghilfe

 

 

Wie alles begann…

Wir fuhren im April 1992 von Deutschland aus mit einem LKW, der mit Lebensmitteln und Bekleidung beladen war, nach Königsberg, dem heutigen Kaliningrad. Über unser Ziel hatten wir nur eine Information: „Pfarrer Gauronskas, Hotel Moskau“.

königsberghilfeWeit und breit war kein weiteres Fahrzeug zu sehen, als wir am Grenzübergang im polnischen Braunsberg ankamen. Keiner von uns sprach oder verstand ein Wort Russisch. Schnell ging die Pass- und Personenkontrolle von statten und unser LKW rollte weiter zu einem eisernen Tor mit rotem Stern. Auf der anderen Seite stand ein Soldat mit Gewehr und Funkgerät. Nach wenigen Minuten durften wir auf das Zollgelände fahren. Erneute Pass ­und Personenkontrolle, welche noch drei Mal wiederholt wurde, bis wir endlich, verständlich gemacht mit Händen und Füßen, den letzten Schlagbaum passierten. Jetzt waren wir in Russland.

Etwa 40 km hinter der Grenze sahen wir das Ortseingangsschild von Kaliningrad (Königsberg) in Form eines Ankers. Der Zustand der Straßen wurde zunehmend schlechter. Schritttempo war angesagt. Rechts und links der Straße sahen wir teilweise unbewohnte alte Gebäude und große Wohnblocks aus Betonplatten. Kinder bettelten um Kaugummi, Kaffee und Geld.

Am Treffpunkt „Hotel“ angekommen wurden wir von Pfarrer Gauronskas herzlich begrüßt. Dieser konnte es nicht fassen, dass gerade Deutsche Hilfe für Russland bringen wollten.

Nach einer Nacht auf Gartenliegen und in Schlafsäcken, zeigte uns Gauronskas ein Gebäude, welches als Kirche diente und in dem wir unsere Hilfsgüter lagern konnten. Von einer Kirche konnte man keinesfalls mehr sprechen. Die Fenster waren vermauert, große Wasserpfützen standen vor dem Eingang und das Innere glich einem Stall. Obwohl wir bis dahin nur wenig vom eigentlichen Leben in dieser Stadt gesehen hatten, wussten wir, hier müssen wir weiterhelfen.

– Zahlreiche Hilfstransporte mit Bekleidung, Lebensmitteln, Medikamenten und sakralen Gegenständen folgten

– Krankenhäuser, Kinderheime und Behindertenheime wurden von uns mit medizinischen Geräten, Rollstühlen, Gehhilfen und Möbeln versorgt

– Errichtung einer Containerkirche aus deutschen Containern mit Schlafräumen für den Pfarrer und einem Essenraum für bedürftige Menschen

– Tägliche Lebensmittel- und Medikamentenausgaben

– Ausgabe von täglich über 100 Essen aus der Suppenküche, mit angeschlossener Armenambulanz und Kleiderkammer

– Sanierung eines Waisenhauses in Preußisch Eylau und Installation einer Wasseraufbereitungsanlage mit Unterstützung der DBU Osnabrück

– Verteilung von Hilfsgütern in über 150 Einrichtungen im Gebiet Königsberg aus unserer Sozialstation in Rasdolnoje/Ludwigsort

– Kaufeines Kinderhauses und Umbau u.a. mit Wasseraufbereitungsanlage und Notstromversorgung

– Ganztägige Betreuung und Verpflegung von Vorschulkindern aus bedürftigen Familien im Kinderhaus

Hier ein aktueller Artikel des Königsberger Express

 

Wenn auch Sie helfen möchten:

Spendenkonto:
Sparkasse Osnabrück
Kto.-Nr. 1551-238-254
Blz. 265-501-05
Aktion Königsberg

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